Halbinsel Jasmund

Die Halbinsel Jasmund auf der Ostseeinsel Rügen

Es sind jährlich Hunderttausende Menschen, die, um einen Blick auf die weißen Kreidefelsen zu werfen, in die Stubnitz, auf die Halbinsel Jasmund im Nordosten Rügens reisen.

Die Stubnitz mit ihren Wäldern, Mooren und Wiesen wurde mit einer Fläche von nahezu 3.000 Hektar im Jahr 1990 zum größten Naturschutzgebiet der Insel Rügen erhoben.

Entlang der Küste wird die Landschaft von beeindruckenden Kreideformationen geprägt, die als Steilufer senkrecht zum Strand abfallen. Sie wechseln mit Bäumen und dichtem Strauchwerk, welches die Wurzeln in den Fels krallend nach Halt sucht.

In den Morgenstunden kann diese Landschaft am besten genossen werden. Durch die aufgehende Sonne angestrahlt, wechseln die Kreidefelsen ständig ihre Farben und strahlen in leuchtendem Rot, Gold oder Weiß.

Eindrucksvoll sind auch Ausblicke auf die Stubbenkammer und den mit 118 Metern höchsten Kreidefelsen, den Königsstuhl.

Caspar David Friedrich (1774 – 1840), ein Vertreter der deutschen Romantik, zollte mit dem 1818 von ihm geschaffenen Gemälde „Kreidefelsen auf Rügen“ seine Hochachtung gegenüber dieser wunderschönen Natur.


Wer auf der Halbinsel Jasmund weilt, sollte unbedingt die Wissower Klinken besuchen und eine Wanderung auf dem Hochuferwanderweg 10 Kilometer entlang der Steilküste wagen.

Auch den Pikenberg, welcher mit 161 Meter Höhe die höchste Erhebung der Insel Rügen ist, kann mit etwas gutem Willen bezwungen werden.

Die Halbinsel fällt nach Westen hin ab, wird flacher und weist eine wunderschöne Bewaldung mit Rotbuchen und Eschen auf, die zu weiteren Wandertouren einlädt. Hier können auch viele seltene Pflanzen bewundert werden und besonders fallen viele Orchideen auf, die mit 12 Arten vertreten sind.

Ein Highlight besonderer Art und für Kinder zu empfehlen, ist die interaktive Erkundung der Naturgeschichte Rügens, die im Nationalparkzentrum Königsstuhl angeboten wird.

Die Halbinsel Jasmund wird vom Großen und Kleinen Jasmunder Bodden, sowie der Ostsee begrenzt und mittels zweier schmaler Landzugänge mit der Hauptinsel verbunden.

Das wunderschöne Schloss Spyker, ganz im Norden der Halbinsel gelegen, besitzt eine eindrucksvolle Backsteinbauweise und zeugt vom Leben der Herrschaften in der Mitte des 16. Jahrhunderts.

Wer sich noch ein selbst gefundenes Souvenir mit nach Hause nehmen möchte, wandert zu den Feuersteinfeldern bei Neu Mukran und wer sehr viel Glück hat, kann mit etwas Geduld einen „Hühnergott“ (ein Stein mit einem Loch) sein Eigen nennen …